Der Film zum 2. SRCAC Adventure...

Zurücklehnen und geniessen - und man stelle sich vor: uns hat es noch mehr Spass gemacht als dass der Film erahnen lässt :-)

Das war das 2. SRCAC Adventure...

Sommerliche Bergtemperaturen und saftige Bergkräuterwiesen, duftende Blumenteppiche und herrliche Farben der blühenden Gräser und Gewächse, schroffe Felsen und sanfte Hügelzüge, Gletscherreste und eisige Wände, Schnee der sich langsam in Schmelzwasser verwandelt und kristallklare Teiche voller Leben, rasengleiche Flächen durchsetzt mit Felsstücken und geschichtliche Zeitzeugen wie der alte Saumpfad über den Susten, dröhnende Motorrädermotoren und kleine surrende Motörchen die sich sanft die Wege raufquälen - ja das, das war nur eine kleine unzureichende Bebilderung des gestrigen 2. SRCAC Adventures auf dem Sustenpass.

Unerschrockene Teilnehmer sammeln sich und ihre dem Stahlbad entsprungenen Kisten gegen die Mittagszeit am Gletschersee des Weilers Steingletsch ennet dem Sustenpass. Die Gesichter erwartungsfroh, ja fast übermütig - und sich dann zu blankem Entsetzten binnen Sekundenbruchteilen wandelnd als der Chef de Service das Menü des Tages vorstellt: knallharte Steigungen, Wege die vorher nur Maultiere, Unpaarhufer und Murmeltiere begangen haben, lose Pisten, Schneefelder die der lokale Yeti als Abort benutzt und das Ganze immer in Sichtweite der verlockenden Zivilisation. Es ging über 600 Höhenmeter und rund 6 Kilometer Wegdistanz. Hinauf und hinunter, dem Himmel näher als den Niederungen der Schweiz und immer knapp unterhalb der Todeszone - jene Zone die nur der hirnweiche Reinhold Messner ohne Sauerstoff begangen hat und wo jeder Flachländer innerhalb von Sekunden das Zeitliche segnet (es bleibt dann für uns Normalos nicht mal genug Zeit um den Film des Lebens vor dem geistigen Auge aufzureihen).

Aber das war nur der Anfang - und dennoch kniff keiner der angereisten Teilnehmer und so machte sich der Tross auf dem Wege zum alten Saumpfad über den Susten wo man sich bereits nach den ersten Metern mit waghalsigen Aktionen einen ersten Eindruck der Schwierigkeiten machte…und dies war nur der Abstieg. Am darauffolgenden Aufstieg befuhr man mit den Scalern Gelände das man vor ein paar Jahre nur mit dem Crawler befahren hat. Aber die Kisten performten, auch wenn schon einige Blessuren zu verzeichnen waren und erste Reparaturen mit Kabelbindern vorgenommen wurden. Dann ging es wieder steil auf dem historischen Pfade nach unten nach Steingletsch. Dort angekommen wurde den Teilnehmern beschieden dass dies nur die Aufwärmrunde war - dann folgte ein Aufstieg auf die Seite des Bergsees. Immer höher und immer herausfordernd wurde der Weg. Steile Passagen mit losem Geröll wechselten sich mit Klippen ab. Windeneinsätze wurden gefahren, Teamarbeit vom allerfeinsten gezeigt. Keiner wurde zurückgelassen und so schraubte man sich immer höher. Verluste gab es auch: Konditionsreste lagen am Wegesrand, Lungenfetzen wurden ausgekeucht und regelmässig gab es Kratzer im Lack der Fahrzeuge oder gar ganze Teile wurden abgerissen oder so in Mitleidenschaft gezogen dass man sich fragte ob man dem armen Teil nun den Gnadenschuss geben sollte oder es nochmals versuchen soll mit ein bisschen Farbe auszubessern.

Die Aussicht wurde immer schöne und die Felder voll mit Heubeerenstauden wurden zahlreicher. Ganz oben angelangt - einige glauben nicht mehr daran und versuchten heimlich bereits der REGA mit 1414 anzurufen - wurde dann den Überlebenden und siegreichen Gipfelhelden nicht etwa der Orden des Heldes der SRCAC an die schlaffen Männertitten geheftet, nein es gab eine stärkere Auszeichnung: Honigkräuter! Frisch gestärkt und dem Winde trotzend machte sich der Tross auf um den Abstieg unter die Reifen und Füsse zu nehmen. Doch es gab da noch diverse Hindernisse wie Seelein, Felder mit dem schon besagten Heubeerengewächsen und auch Schnee. Ja genau, der Schnee den man diesen Winter in den Niederungen vergebens erhoffte. Gefährte gingen mit den unmöglichsten Defekten in die Notreparaturwerkstätte am Wegesrand: gebrochene Blattfedern, durchgeschmorte Motoren und zerbrochene Stossstangen wurden gesichtet. Ein Gefährt konsumierte so viele Elektrokäfer dass seine Mietlipos wie Kugelfische aufgeblasen wurden durch den Energiehunger und nur durch weitere Leihgaben an Ökoenergie seinen Weg ins Tal fand.

Unten angekommen wurden noch ein wenig rumgeplauscht in den gletscherkalten Fluten des Bächleins um dann sich langsam zum Ausgangspunkt der Reise zu begeben - runde 7 Stunden nach der Abfahrt kam man wieder am Startpunkt an. Die Strapazen am Gletschersee bei einer Bratwurst am Grill ausklingend, den Bergen beim Wechsel des Farbenspiels zusehend und dem den Wolken bei der Gestaltung der Szenerie träumerisch anheimelnd abschweifend den Tag Revue passieren zu lassen war der perfekte Abschluss eines perfekten Tages.

Die Heimreise über den nun menschenleeren Pass hinein in die sich nun niederbrechende Nacht war der letzte Glanzpunkt eines gelungenen Tages! Danke Euch allen die mitgemacht haben, diejenigen die ihren Fahrzeugen alles abverlangt haben und diejenigen die still und heimlich helfende Seile und Haken bereithielten. Es war geil und wir freuen uns auf das nächste Adventure mit Euch!

begatamu

Noch nicht genug?! Das 2. SRCAC Adventure wartet auf Dich!

Das 2. SRCAC Adventure des Jahres 2014 findet an der Grenze der Innerschweiz zum Kanton Bern statt am kommenden Samstag, 21. Juni 2014, statt.

Der SRCAC-Scout hat sich in den letzten Tagen wieder unermüdlich durch Alpenrosen und über schwindelerregende Abgründe gekämpft. Das 2. Adventure wird kürzer und hat auch weniger Höhenmeter als das vom Mai. Der Schwierigkeitsgrad ist allerdings deutlich höher und die Ausgangsbasis befindet sich fast 1'500 Meter höher über Meer. Sauerstoff ist also etwas Mangelware. Laub allerdings auch, was uns bestimmt alle freut.

Euch erwartet eine sehr schwierige Strecke, auf der ihr ohne Winde, Abschleppseil (ich meine nicht solche 30cm langen Hanfschnurattrappen...) und helfende Mitfahrer aufgeschmissen seid. Auf der Höhe oben müssen wir uns zudem wegen eines riesigen Schneefelds, welches an einem steilen Schattenhang den Weg grossräumig zudeckt, eine Alternativroute suchen, bis wir wieder auf den Weg kommen. Oder wir packen das Schneefeld. Teamentscheidung... Euch erwartet aber auch eine überwältigende Naturlandschaft mit vielen Teichen und kleinen Seen und sensationellen Ausblicken. Unsere Höllenmaschinen werden sich extrem gut machen auf dieser Strecke, die geradezu prädestiniert ist für richtig coole Posershots. Voraussichtlich werden wir alleine deswegen eine Stunde länger benötigen...

Foto0013

Provisorischer Ablauf
- Wir treffen uns voraussichtlich um 11.00 Uhr.
- Wir werden am späteren Nachmittag zusammen grillieren und treten anschliessend den Rückweg an. 19-20 Uhr solltet ihr auf dem Heimweg sein.
- Ihr braucht schätzungsweise 7'000mAh Strom an 3S. Reserve ist immer gut! An 2S entsprechend mehr...
- Keine zu grosse Übersetzung. Ihr werdet bestimmt nicht rennen und die Motoren werden es euch danken.
- Käppi, Sonnencreme, Wanderschuhe, genügend Flüssigkeit und Windbreaker. Es zieht ziemlich da oben.
- Es gilt das SRCAC Scale-Adventure Reglement 2014 (siehe Anhang)
- Anmeldung bitte bis Donnerstagmittag per Mail an info (ät) srcac.ch mit Nickname, voller Name und Mailadresse
- Unkostenbeitrag: CHF 10.- pro Nase, direkt vor Ort zahlbar.

Das muss für den Moment reichen, damit ihr euch mental einstellen und eure Zeit planen könnt.
Weitere Infos kommen tröpfchenweise im Verlauf der Woche.

Die Teilnehmer der 1. Ausgabe waren begeistert vom Ablauf dieser Adventures. Wir sind sehr gespannt und würden uns natürlich freuen, ob und wenn sich noch der eine oder andere traut.

Das war das 1. SRCAC Adventure...

1 Tag. 2 Schüsseln Teigwarensalat. 9 Stunden gemeinschaftliches Erlebnis. 10 Teilnehmer. 23 Würste. 1‘000 Höhenmeter. 67‘542 mAh Stromverbrauch. So kann man noch vieles aufzählen – doch was sind nackte Zahlen, wenn das Erlebnis, das gemeinschaftliche Gefühl, das Ausloten und Erfahren von Möglichkeiten jenseits der Vorstellungskraft das Tun und Handeln eines Tages sind?

So geschehen an einem Samstag im Mai 2014. 10 Partizipanten trafen sich an einem Koordinatenpunkt, unwissend was sie erwartete. Sie wusste nur, dass es der Aufbruch zu neuen Ufern, der Aufbruch zu einem Ziel auf unbekannten Wegen, der Aufbruch zum Erlebnis der anderen Art mit ihren Fahrzeugen war. Und so kam es dann auch: den Teilnehmenden wurde verkündet, dass man sich von Immensee auf zur Seebodenalp machen würde. Nicht etwa bequem mit der Seilbahn oder dem Auto – nein, man müsse diese Höhendifferenz zu Fuss und mit dem kleinen Scaler erklimmen.

Schon kurz nach dem Start ging es steil nach oben, ungläubig glotzten die Kühe auf die sich bewegenden Fahrzeuge und die keuchenden Fahrer. Im Wald angekommen, offenbarte sich dann das gnadenlose Terrain. Ein Fahrfehler und man war genötigt das kleine Fahrzeug viele dutzend Meter weiter unten zusammenzusammeln (respektive mit Schaufel und Besen dessen Einzelteile zusammenzufegen). Ein Fehltritt und man konnte sicher sein, dass man wie ein gescheiterter Manager in den freien Fall übergehen konnte. Schmale Passagen, knifflige Stellen, kameradschaftliche Anschubhilfen oder gar kurze Seilaktionen waren für die Fahrzeuge zu bewältigen – für die Fahrer hingegen galt es die Fahrzeuge immer im Auge zu behalten und den besten Weg zu finden (und dabei selber den Weg zu beschreiten). Je höher die Gruppe kam, umso mehr Nebel und Kälte umgab sie. Als dann noch der Wind pfeifend aufkam musste die Gruppe einen Extrahalt einlegen um einen defekten (oder suizidalen) Servo an einem Fahrzeug zu wechseln. Nach dieser unfreiwilligen Pause ging es dann weiter auf den verschlungenen Pfaden des Oberimmenseewaldes. Auch wenn es kurzfristig mal nach unten ging, so hiess es immer aufmerksam zu bleiben.

Bachüberquerungen, heikle Passagen bei denen der Verlust von Mann und Maschine drohte oder malerisch-träumerische Abschnitte voll lauschiger Eleganz wechselten sich ab und auch heftige Windenaktionen bei denen die ganze Gruppe gefordert war kamen vor. Felder voll Bärlauch, durchschnitten von einsamen Wegen, wurden ebenso durchquert, wie felsige Stellen. Akkuwechsel setzten dann wie eine Krankheit ein und langsam aber sicher offenbarten sich die noch vorhandenen Energiereserven der Teilnehmer und der Fahrzeuge.

Nach Stunden traf man auf bekannte Gefilde: TheRidge kam in Sicht und wurde in umgekehrter Richtung befahren. Der sonst sanfte Wasserfall hatte sich in einen tobenden Gischtschleier verwandelt und machte bei der Überquerung richtig Eindruck auf die Teilnehmer. Der Sumpf, sonst blumig-verträumt, war eine einzige fiese Sumpflandschaft mit glitschigen Holzpfaden. Weiter ging es nach oben – ein oben das immer weniger in Sicht kam, da sich die Nacht langsam ankündigte und der Nebel dichter wurde. Nichts konnte die Teilnehmer aufhalten und so erreichte man nach rund 6 Stunden Fahrzeit endlich den Grillplatz auf der Seebodenalp. Dort wartete bereits ein Feuer, kalte Getränke und ein kleines Imbisschen auf die tapferen Fahrer. Doch die Ruhe währte nicht lange – ein Scalerun mit 30 Toren musste noch absolviert werden.

Der Abstieg nach Immensee ging man dann in völliger Dunkelheit, in waberndem Nebel und mit Hilfe der leuchtenden Fahrzeuge an. Der nasse Weg forderte nochmals die ganze Aufmerksamkeit der Teilnehmer und manchmal hörte man das vertraute Scheppern von Hartplastikkarosserien durch den Wald hallen wenn sich wieder einmal ein Fahrzeug wimmernd auf die Seite oder das Dach legte weil der Fahrer nicht alle 5 Sinne bei der Sache hatte. Unten angekommen waren definitiv alle geschafft, die Lipos ausgelutscht und die ersten Vorboten einer akuten Frischluftvergiftung setzte bei den Partizipanten ein.

Jeder der dabei war weiss nun was er ansatzweise auszuhalten vermag – und er weiss, dass sein Fahrzeug definitiv härter und leistungsfähiger ist als er selbst. Dass keine Fahrzeuge ausgefallen sind spricht für die Technik an und für sich – kaum zu glauben. Aber dass kein Fahrer ausgefallen ist scheint sich um ein Wunder zu handeln.

Wir gratulieren allen die dabei waren und mit uns diesen Tag in unbekannten Gefilden verbracht haben – und garantieren, dass es das nächste Mal noch eine Spur härter wird!


Der Trailer zum 1. SRCAC Adventure...

Ein paar erste Einblicke in das 1. SRCAC Adventure 2014...

Wer ist bereit? 1. SRCAC Adventure!!!

Das 1. SRCAC Adventure des Jahres 2014 findet in der Region Innerschweiz am Samstag, 03. Mai 2014 statt. Der Gang bis an die Sauerstoffgrenze, bzw. Todeszone wird euch wegen des Wetters erspart. Es hat nämlich alten und nun wieder neuen Schnee gegeben am ursprünglichen Ziel. Da in dieser Höhenlage überall Schnee liegt macht es erst gar keinen Sinn, eine andere Location zu suchen.

Aber wir lassen uns dadurch natürlich nicht beirren. Der SRCAC-Scout war in den letzten Tagen viel unterwegs und ist fündig geworden. Spektakuläre Abgründe, tolle Aussichten auf einer harten Strecke und fehlender Sauerstoff werden euch begleiten. Ihr werdet an diesem Tag zwar nur gut 1'000 Höhenmeter absolvieren mit euren Kisten, aber das ist grad gut, damit ihr euch für die weiteren Adventures im 2014 warmlaufen könnt.

Provisorischer Ablauf
- Wir treffen uns voraussichtlich um 14.00 Uhr.
- Wir werden ca. um 22.00 Uhr zurück am Treffpunkt sein.
- Ihr braucht schätzungsweise 7'000mAh Strom an 3S. Reserve ist immer gut! An 2S entsprechend mehr...
- Keine zu grosse Übersetzung. Ihr werdet bestimmt nicht rennen und die Motoren werden es euch danken.
- Ein Reglement, oder besser ein kurzer Leitfaden, kommt die Tage noch.
- Anmeldung bitte bis Donnerstagmittag per Mail an info@srcac.ch mit Nickname, voller Name und Mailadresse
- Unkostenbeitrag: CHF 10.- pro Nase, direkt vor Ort zahlbar.

Das muss für den Moment reichen, damit ihr euch mental einstellen und eure Zeit planen könnt. Weitere Infos kommen tröpfchenweise im Verlauf der Woche.

Leute, wir freuen uns riesig, die neuen SRCAC Adventures und die Saison 2014 mit euch in Angriff zu nehmen! Natürlich hoffen wir, dass viele von euch den inneren Schweinehund und die Angst vor dem Versagen überwinden können und sich das nicht entgehen lassen.

Mehr Infos: Klick mich!